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Tag eins im Tannheimer Tal: rauf zur Bad Kissinger Hütte, rüber zum Gamskopf
Gleich am ersten Tag ging's für uns richtig los. Ziel: die Bad Kissinger Hütte, gestartet sind wir unten am Parkplatz beim Füssener Jöchle. Und ich muss direkt vorwegnehmen: Wir waren ordentlich schneller unterwegs, als auf dem Schild angegeben war – gefühlt fast eine ganze Stunde.

Der Aufstieg selbst hat's aber schon in sich. Man geht ordentlich bergauf, das ist definitiv kein Spaziergang. Aber sobald man dann oben bei der Hütte ist, wird man mit einem richtig krassen Ausblick belohnt. Wer will, kann von dort aus noch den Aggenstein mitnehmen. Wir haben uns aber für die entspanntere Variante entschieden und erstmal eine Pause in der Hütte eingelegt.

Und was soll ich sagen – die Auswahl war richtig gut. Es gab bei uns Schweizer Wurstsalat, eine Linsensuppe und ein paar verschiedene Getränke dazu. Grundsätzlich merkt man, dass hier viel Wert auf regionale Spezialitäten gelegt wird, das kommt oben in der Höhe nochmal doppelt gut an.

Weiter Richtung Gamskopf
Nach der Pause sind wir nicht direkt zurück, sondern noch weitergelaufen, Richtung Gamskopf auf 1.890 Metern bei Grän. Und im Gegensatz zum Aufstieg zur Hütte war dieses Stück angenehm eben – quasi die Erholung nach der Anstrengung vorher. Und auch die Zeitangabe auf dem Wegweiser hat hier ganz gut gepasst.
Oben gibt's ein richtig cooles Detail: einen kleine, karussellartigen "Hut" mit Panoramablick, auf den man sich draufsetzen kann. Sowas sieht man nicht überall, definitiv ein schöner Fotostopp.

Das Ganze liegt in der Nähe der Bergbahn, das heißt, wer als Familie einfach nur hochfahren und dort oben ein bisschen laufen will, kann das gut machen. Für eine komplette Wanderung mit Kindern würde ich die Strecke aber eher nicht empfehlen – die Wege sind teils steinig und ziemlich anspruchsvoll, da ist schon Trittsicherheit gefragt.
Kleiner Tipp am Rande: Mit manchen Gästekarten kann man die Bahn im Sommer einmal am Tag kostenlos nutzen. Lohnt sich also, mal nachzufragen, wenn man einfach ein anderes Gebiet erkunden will, ohne den ganzen Aufstieg zu Fuß zu machen.
Oben standen übrigens schon einige Schneekanonen rum – man merkt schnell, dass die Gegend eigentlich fürs Skifahren ausgelegt ist. Uns hat das im Sommer aber überhaupt nicht gestört.
Runter ging's dann wieder mit der Gondelbahn vom Füssener Jöchle – auch das nochmal ein richtig schöner Ausblick über das Gebiet, während man gemütlich runterschwebt.


Die Zahlen zur Wanderung
Für alle, die es genau wissen wollen: 11,94 Kilometer, 1.092 Höhenmeter, gut vier Stunden unterwegs. Und wie gesagt, beim Aufstieg waren wir fast eine Stunde schneller als die ausgeschilderte Zeit.
Fazit
Ein richtig gelungener erster Tag – anstrengend beim Aufstieg, aber danach mit Hüttenpause, Panoramablick und einer entspannten Rückfahrt mit der Bahn genau der richtige Ausgleich.
Viel Spaß beim Wandern, Kelie
Mehr Guides und Empfehlungen gibt's auf It's me Kelie.