It's me Kelie
Kaffee trinken und vielleicht jemand kennenlernen. Sounds like a plan.

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Kaffee trinken und vielleicht jemand kennenlernen. Sounds like a plan.

Discokugel am Sonntagmorgen, Match-Nummer am Pulli

Sonntagmorgen, Dauerregen, draußen nur Grau in Grau. Eigentlich der perfekte Tag, um sich auf der Couch zu verkriechen. Stattdessen bin ich zur "Coffee Party Singles Only" im Oscho gegangen. Wie das Ganze abläuft und wie es funktioniert, erzähl ich euch jetzt.


Singles only, Sonntag, 10 Uhr: Was steckt dahinter?

Das Event hieß "Coffee Party Singles Only at Oscho" und wurde von no.fi veranstaltet, das steht übrigens für "no filter". Gelaufen ist das Ganze an einem Sonntag von 10 bis 15 Uhr, also fünf Stunden direkt im Oscho, das ist ja eigentlich ein Café und eine Bar in einem. Gefunden haben es, glaube ich, die meisten über Instagram. Und ich glaube, genau wegen dem Regenwetter ist auch ordentlich was zusammengekommen, weil man an so einem Tag eh nicht viel anderes anstellen kann.

Tickets, Preise und die Sache mit dem Armband

Das Konzept war total easy. Ticket online kaufen, wer früh dran war, hat einen Early-Bird-Preis bekommen, sonst lagen die Tickets zwischen 12 und 22 Euro. Beim Kauf wählt man aus, ob man Frau oder Mann ist, ich glaube, damit sie das Verhältnis im Raum ein bisschen ausgeglichen halten können. Und dann gab's noch die Option "mit Armband" oder "ohne Armband". Ehrlich gesagt hab ich das Konzept erst nicht so richtig kapiert und mir deshalb erstmal die Variante ohne Armband gekauft.

Vor Ort war aber alles halb so wild. Am Empfang standen zwei super liebe Mädels, auf dem Tisch lagen ganz viele Armbänder, und die beiden haben mir das Ganze nochmal in Ruhe erklärt. Es ist ein Recycling-Konzept: Du kaufst das Armband einmal und kannst es dann bei anderen Events und Partys wieder benutzen. Mein Tipp: Reinkommen könnt ihr nur mit dem Armband, ohne geht's nicht. Dann sucht man sich eine Farbe aus, je nachdem, wonach man gerade sucht. Auf den Bildern seht ihr das ganz gut.

Garderobe, Namensschild und Match-Nummer

Ganz hinten gab's eine kostenlose Garderobe, was ich richtig angenehm fand. Bezahlen konnte man auch mit Karte, perfekt für alle, die wie ich nie Bargeld dabeihaben.

Und dann kamen die kleinen Stationen, die das Ganze richtig gut aufgelockert haben. An der Seite standen Kisten, in denen man sich ein Namensschild basteln konnte: Klammer nehmen, Namen auf einen Zettel schreiben, an den Pulli klippen, fertig. Außerdem konnte man sich eine Nummer aussuchen. Die Idee dahinter: Wenn zwei Leute dieselbe Nummer haben, sagen wir beide die 400, dann ist das euer Match und ein perfekter Aufhänger, um ins Gespräch zu kommen. Wer wollte, konnte sich auch Red und Green Flags aufmalen. Ich hab allerdings niemanden gesehen, der das gemacht hat, war vielleicht auch ein bisschen weird. An der Bar lagen zusätzlich noch Komplimente-Kärtchen, die man sich ziehen konnte. Alles ganz unaufgeregt, aber richtig gut gemacht.

Wie sieht's im Oscho eigentlich aus?

Vorne ist der Café-Bereich, sehr hochwertig in Dunkelgrün, Weiß und Gold gehalten, mit einer riesigen Bar und natürlich einer richtig schönen Siebträger-Kaffeemaschine. Hinten gibt's einen abgetrennten Raum mit einer langen Bar, einer Discokugel und blau-lila Licht, der dann eher nach Party aussieht. Normalerweise stehen vorne überall Tische und Stühle, bei dem Event waren die nur an den Seiten, dazu die Sofas an den Rändern. Das fand ich gut, weil man sich ja eher austauschen soll, statt nur sitzen zu bleiben. Wer trotzdem mal Pause brauchte, hatte aber genug Platz zum Hinsetzen.

Und dann? Wirklich ins Gespräch kommen

Ich war gegen 11 Uhr da, da war schon was los, aber noch nicht voll. Der DJ hat vorne aufgelegt, die Stimmung war von Anfang an richtig gut. Den Betreiber hab ich schon ein paarmal gesehen, der wuselt immer total bemüht durch den Laden, und auch die Leute an der Bar und beim Kaffee waren super nett.

Und das Beste: Es war wirklich einfach, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Klar ist das immer ein bisschen Typsache, aber der große Unterschied zu zum Beispiel einem After Work ist: Du weißt, jeder im Raum ist Single. Du musst dich nicht fragen, ob die Person vergeben ist oder gar keinen Bock auf Quatschen hat. Alle sind aus demselben Grund da, und das macht alles locker. Mit vielen Leuten, die schon auf anderen Events dieser Art waren, hab ich auch gesprochen, und die meinten, dass es bei manchen eher krampfig war, mit komischen Spielen, bei denen man sich irgendwie zu etwas gezwungen gefühlt hat. Hier gab's das nicht. Alles kann, nichts muss.

Der Haken: Ich war am Ende heiser

Später ist der DJ dann in den hinteren Barbereich mit der Discokugel umgezogen und hat die Musik lauter gedreht. Wer Party machen wollte, konnte das dort richtig tun, und wer sich lieber unterhalten wollte, ist vorne geblieben. Aber auch vorne war die Musik noch ziemlich laut, sodass ich am Ende echt heiser war. Mein kleiner Tipp an die Veranstalter: vorne die Musik ein bisschen runterdrehen, dass es wirklich zwei unterschiedliche Bereiche gibt.

Wer war da?

Altersmäßig war es komplett gemischt, nicht nur 25-Jährige, nicht nur 40-Jährige, sondern alles dazwischen, was ich angenehm fand. Viele waren zu zweit oder zu dritt mit der besten Freundin oder einem Buddy da. Manchmal hilft das, manchmal glaube ich eher nicht, weil ich einige gesehen hab, die in ihrem kleinen Grüppchen sitzen geblieben sind und sich gar nicht getraut haben, jemanden anzusprechen. Da hab ich mich schon gefragt, warum man dann überhaupt kommt. Aber gerade durch die ganzen Hilfsmittel wäre es echt kein Problem gewesen.

Eine Sache würde ich allerdings anders machen: das Ganze nach Altersgruppen eingrenzen. Zum Beispiel 20 bis 30, 35 bis 45 oder 40 bis 50. Die Location würde allen Altersgruppen gefallen, aber ich glaube, ein 40-Jähriger kann mit einem 25-Jährigen nicht unbedingt so viel anfangen und andersrum. Auch ein paar farbige Sticker oder etwas Ähnliches könnten helfen, damit die Leute noch mehr aufeinander zugehen.

Mein Wunsch ans Orga-Team

Was ich mir noch gewünscht hätte: Ich glaube, die größte Hürde ist am Ende immer, nach der Nummer zu fragen. Wie cool wäre es, wenn jeder einen QR-Code bekommt, den man scannen kann, und man sich danach ganz easy über eine Community oder eine kleine Plattform connecten kann? Vielleicht gibt's sowas ja sogar schon, dann sieht man's spätestens beim nächsten Mal.

Würde ich wieder hingehen?

Ja. Fünf Stunden sind mehr als genug, ich war knapp drei Stunden da, danach hat es sich auch deutlich gelichtet. Manche sind erst um 12 gekommen, andere um 13 Uhr schon wieder gegangen, irgendwann hat man einfach die meisten Leute gesehen und mit denen gesprochen, die man interessant fand. Ich hab sogar zwei richtig nette Mädels kennengelernt, mit denen ich vielleicht mal was machen werde. Das ist ja eigentlich genau die Idee: einfach mal wieder neue Leute treffen, schauen, was passiert. Und wenn man dabei noch jemanden trifft, den man spannend findet und danach vielleicht mal ein Date draus wird, dann ist das das Sahnehäubchen obendrauf. Aber alles kann und nichts muss, und genau dafür finde ich das Konzept absolut cool.

Übrigens: Raucher können einfach vor die Tür gehen. Bei schönem Wetter wäre das bestimmt noch cooler gewesen, bei uns war's aber einfach nur nass und kalt, das hört man auch in meinem Video dazu.


Gut zu wissen:
Veranstaltung: Coffee Party Singles Only at Oscho, präsentiert von no.fi
Ort: Oscho, Café und Bar in Stuttgart
Zeit: Sonntag, 10 bis 15 Uhr
Tickets: ca. 12 bis 22 Euro, mit Early-Bird-Preis noch günstiger, online buchbar
Einlass nur mit dem wiederverwendbaren Armband
Kostenlose Garderobe, Kartenzahlung möglich

Viel Spaß beim Daten und Feiern
Kelie

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