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Avignon hat mir noch besser gefallen, als ich gedacht hab

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Avignon hat mir noch besser gefallen, als ich gedacht hab

Ein Tag zwischen Palast, Brücke und einfach nur schönen Gassen

Ich hatte schon vorher richtig viel Gutes über Avignon gehört, war also entsprechend gespannt. Und trotzdem, ehrlich, am Ende hat mich die Stadt nochmal übertroffen. Lasst mich euch einfach mal durch meinen Tag mitnehmen.

Morgens ging's mit dem Zug nach Avignon Centre, über die SNCF-App total unkompliziert zu buchen, auch wenn man alleine unterwegs ist. Der Bahnhof liegt richtig zentral, man ist eigentlich sofort mitten im Geschehen. Von dort läuft man leicht bergauf durch die Altstadt, und schon kurz nachdem man den Bahnhof verlässt, wird man von den zwei Türmen des Stadttors empfangen. Und dann diese Fassaden, dieses warme Beige-Gold, total typisch für Avignon, das sieht man einfach sofort.

Ich hatte vorher online ein Ticket für den Papstpalast mit Zeitslot gebucht, und zwar ganz bewusst einen frühen Termin morgens, beste Entscheidung, weil da wirklich noch relativ wenig los war. So konnte ich mir die Räume in Ruhe angucken. Der Palast selbst ist riesig, man bewegt sich durch unzählige Räume, viele davon heute eher leer, aber Fresken und Wandmalereien sind teilweise erhalten oder restauriert, dadurch bekommt man trotzdem einen guten Eindruck davon, wie beeindruckend das Ganze mal gewesen sein muss. Einen Audioguide hab ich mir gespart, die Räume und Stationen sind so gut beschildert, dass man einfach selbst durchlaufen kann.

Schon von außen fällt einem übrigens die goldene Marienstatue oben auf dem Palast auf, quasi der erste Blickfang, bevor man überhaupt drin ist, ein wirklich schöner Empfang. Und während meines Besuchs lief zusätzlich eine Kunstausstellung, bei der moderne Kunst mitten in diese historischen Räume gesetzt wurde, richtig spannender Kontrast.

Danach ging's weiter in den Garten, und da muss ich ehrlich sein: Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen, aber der hat mich nicht besonders beeindruckt. Kleiner als gedacht, durch die Hitze der letzten Wochen ziemlich trocken, kaum Sitzmöglichkeiten, und keine Möglichkeit, dort in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Also stellt euch da lieber schon mal drauf ein, dass es eher überschaubar bleibt.

Von dort zu Fuß weiter zur berühmten Brücke, der Pont Saint-Bénézet, besser bekannt als Pont d'Avignon, keine 15 Minuten entfernt. Ich hatte ein Kombiticket für Palast, Garten und Brücke, was sich definitiv lohnt, ein Einzelticket wäre vergleichsweise teuer gewesen. Es war angenehm wenig los, man läuft ein Stück auf der historischen Brücke entlang und hat einen wirklich schönen Blick auf die Rhône und die Stadt. Die Brücke selbst ist eher ein kurzer, aber sehenswerter Programmpunkt, keine Sache, für die man Stunden einplanen muss.


Alternative Buchungsmöglichkeiten: Wer's noch etwas organisierter mag, findet auch auf Booking.com passende Optionen, zum Beispiel das Kombiticket Palais des Papes & Pont d'Avignon, Palais des Papes Tickets inkl. Digital Tour oder eine geführte Walking Tour durch Avignon inklusive Papstpalast.

Zurück in der Altstadt hatte ich Lust auf was Einfaches und bin spontan in einem kleinen Café namens Yumi gelandet, hab mir ein Baguette und einen Iced Matcha Latte gegönnt, bei der Hitze genau richtig, bewusst nichts Warmes.

Und danach bin ich einfach noch ein bisschen weiter durch die Gassen geschlendert, an Bäckereien, kleinen Boutiquen und Souvenirläden vorbei, ohne festen Plan, einfach treiben lassen. Und genau das ist es, was mich an Avignon so gekriegt hat, diese mega süßen kleinen Gassen, die alten Häuser, überall was zu entdecken.

Am Nachmittag, so zwischen 14 und 16 Uhr, hatte ich mich für eine Free Walking Tour angemeldet, und die hat den Tag nochmal komplett aufgewertet. Dazu erzähl ich euch aber gleich in einem eigenen Beitrag mehr, weil da einfach zu viele coole Details drinstecken, um sie hier nur nebenbei zu erwähnen.

Mein Fazit: Avignon hat mich wirklich nochmal übertroffen, obwohl ich schon mit hohen Erwartungen hingefahren bin. Die Altstadt ist wunderschön, an jeder Ecke gibt's was zu entdecken, und ich könnte mir locker vorstellen, dort zwei ganze Tage zu verbringen, wenn man auch noch die Umgebung mitnehmen will. Kleiner Tipp zum Schluss: Es gibt eine kostenlose Fähre über die Rhône, die etwa alle 15 Minuten fährt, perfekt, wenn ihr noch ein bisschen mehr Zeit habt und die andere Flussseite sehen wollt.

Gut zu wissen: Anreise: Zug nach Avignon Centre über die SNCF-App, sehr zentral gelegen Papstpalast: Ticket mit Zeitslot unbedingt vorab online buchen, am besten früh morgens Kombiticket Palast + Garten + Brücke lohnt sich gegenüber Einzeltickets Kostenlose Fähre über die Rhône, ca. alle 15 Minuten Nachmittags: Free Walking Tour mit Jérôme, mehr dazu hier

Viel Spaß beim Laufen (zieht euch am besten wirklich sehr bequeme Schuhe an!)

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